PRODUKTDESIGN /// UPCYCLING

WAYS - AUS ALT WIRD ANDERS


„Upcycling“ liegt voll im Trend. Mehr noch: Upcycling ist eine Lebenseinstellung; Verantwortung für das übernehmen, was bereits produziert wurde; Ausgedientem neues Leben einhauchen. Inspirationen findet sich überall, auf Trödelmärkten, Kunstmuseen oder DIY Seiten. Die Produktvielfalt und Alltagstauglichkeit ist jedoch noch stark ausbaufähig. Angesichts des wachsenden, nicht immer intelligent gelösten Konsums weltweit, wird es Zeit, sich seiner Verantwortung im Umgang mit den begrenzten Ressourcen bewusst zu werden. Das Kaufen für die Mülltonne wird wohl kaum ein Ende finden. Mit „Ways“ möchten wir Wege aufzeigen, wie aus Müll nützliche Alltagsgegenstände erzeugt werden können und damit das tägliche Müllaufkommen entlasten.



STEIN DES ANSTOßES


WAYS entstand als Semesterprojekt an der Hochschule Magdeburg-Stendal am Institut für Industriedesign unter dem Namen "Ocean Plastics". Inhalt dieses ursprünglichen Projektes war es, aus dem vom Fachbereich "Wasser- und Kreislaufwirtschaft" entwickelten Plattenmaterial aus aufbereiteten PET-Abfällen, neue langlebige Gebrauchsgegenstände zu entwerfen. Im Verlauf des auf ein Semester ausgelegten Projektes entstanden spannende Ansätze für kreative Upcycling-Produkte. So entstanden bereits in dieser Zeit Ideen zu Brillengestellen (Niels Brecht), Modeaccessoires (Laura Spilker), Fahrrad-Anbauteilen (Marcel Fust) sowie Schmuck- und Möbeldesigns (Doreen Hitzke).


Da die Zeit es kaum erlaubte mehr aus diesem vielversprechenden Projekt zu machen, rief ich persönlich zur Fortsetzung des Design-Gedanken unter dem neuen Label WAYS auf. Die bisher beteiligten Studenten waren sofort Feuer und Flamme für diese Idee, der Idee aus WAYS mehr zu machen als ein Semesterprojekt. Das Problem der Vermüllung unseres Planeten, speziell der Ozeane, mit Kunststoffabfällen weckte in uns allen den Wunsch nach einem langfristigen Engagement im Bereich des Umweltschutzes sowie des Upcycling-Designs.

 

Im Rahmen von WAYS ist jedes Mitglied eigenverantwortlich und freischaffend tätig, wobei die Ideen gesammelt, gemeinsam umgesetzt und promotet werden. Durch die Entwicklung von marktreifen Produkten, basierend auf dem WAYS-Material, sollte sich das Start-Up-Projekt finanzieren. Daneben ist die Vermittlung von Wissen ein wesentlicher Bestandteil des WAYS-Gedanken. Wir möchten in die Welt hinaus gehen, in Hochschule, Schulen und Design-Gruppen, um über unsere Erfahrungen zu berichten, aufzuklären und zu motivieren, sich der Artbeit in WAYS anzuschließen. 


TRASHMOB VOR DER HAUSTÜR


Nicht quatschen - machen! Mit einer bisher nie dagewesenen Sammelaktion richtet sich „Ways“ im Mai 2016 zum ersten Mal an den aktiven Teil der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Bewusstmachung für die Schönheit unserer Landeshauptstadt und dem Umweltfrevel an den regionalen Naherholungsgebieten entlang der Elbe. Mittels sozialer Netzwerke wurde zum gemeinsamen Putzen aufgerufen, was erstaunlich viele Magdeburger animierte, sich der Aktion anzuschließen. Binnen kürzester Zeit wurden Säcke-weise Müll zusammengetragen, die in einem anschließenden Sortier- und Reinigungsprozess Grundlage für neue upcycling-Produkte wurden. Die Idee regelmäßiger Sammelaktionen soll auch in Zukunft fester Bestandteil der „Ways“-Idee sein und das regionale Umweltbewusstsein positiv verstärken- egal ob in Magdeburg oder anderen Städten.



GALERIE /// WAYS INTO A BETTER FUTURE