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Vietnam leben, lieben & entdecken /// Kapitel 4

KAPITEL 4 /// Hà Nội (HANOI)


Das Video zum Reise-Blog "Vietnam"

Nicht verpassen! Zu unseren Erzählungen liefern wir euch jetzt auch exklusives Videomaterial um euch zu den gedanklichen Bildern aus unseren Texten auch die Realität präsentieren zu können. Viel Spaß!


Hanoi – Inbegriff des vietnamesischen Lebensgefühls

 

 

Im bereits 4ten Teil unserer privat organisierten Vietnam-Rundreise zieht es uns nach den Erfahrungen rund um das ländlichen Leben, traditioneller vietnamesischer Hochzeitsriten und traumhaft schöner Tempelbesuche, in die Hauptstadt Vietnams.

 

 

 

Die Millionenstadt im Norden des Landes ist neben Saigon zwar nur die zweitgrößte Stadt des Landes, blickt jedoch als älteste Stadt im gesamt südostasiatischen Raum auf eine lange Geschichte zurück. Diese findet sich auch heute noch in der jahrhundertealten Architektur und den zahlreichen Einflüssen aus Süd-Ost-Asien, China und Frankreich wieder.

 

 

 

Insbesondere dieser wilde Mix aus französischem Flair und vietnamesischer Architektur und Geschäftigkeit macht diese Stadt so attraktiv für Touristen als auch Einheimische. Man findet sich in einer Stadt voll unzähliger Cafés, Restaurants und Sehenswürdigkeiten wieder, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne in unnachahmlicher Weise meistert.

 

 

 

Als Deutscher auf Reise in Vietnam wurde mir so manches vorurteilsbehaftetes Denken schnell genommen. Aus unserem (vermeintlich) so modernem Deutschland heraus urteilt man über Länder wie Vietnam schnell, diese seien zwar im Aufstreben begriffen, jedoch rückständig und einzig darum bemüht, dem westlichen Standard nachzueifern um es dann doch nicht zu meistern.

 

 

 

Weit gefehlt!

 

 

 

Mehr als einmal fand ich mich an Orten wieder, die mich gar an unserer deutschen Moderne und unserem Verstand für Design und Architektur haben zweifeln lassen. Schlichtweg beeindruckt war ich nicht zuletzt vom Ideenreichtum und dem erstklassigen Gespür der Vietnamesen ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Architektur und Natur.

 

 

 

Hanoi hat mir die Augen geöffnet, dass es neben dem „Alten Vietnam“ auch Lokalitäten kennt, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen.

 

 

 

Beginnen möchte ich unsere Erzählung zu dieser wundervollen Stadt jedoch im weniger modernen, dafür aber um so lebendigeren Teil – dem „Old Quarter“. Das wie der Name bereits verrät „Alte Viertel“ umschreibt den ältesten Teil im Zentrum der Stadt der bereits zu Kaiserzeiten existierte.

 



Reise-Tipp und Life-Hack Nr. 1 - "Hanoi - Nichts für Asien-Anfänger!"

 

Wer eine Reise nach Vietnam plant und damit tatsächlich das erste Mal überhaupt in ein südostasiatisches Land reist, sollte seine erste Nacht besser nicht direkt im Old Quarter von Hanoi buchen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Hanoi sei laut, dreckig und unfreundlich. Dem kann ich so nicht wirklich zustimmen. Ok, laut ist es. Jedoch nicht mehr als in anderen Städten im südostasiatischen Raum, auch nicht dreckiger. Speziell im Alten Viertel wird besonders viel Wert auf Sauberkeit gelegt, da es hier keine Hinterhöfe oder sonstige Abstellplätze für größere Müllcontainer gibt. Der Müll wird wie hier überall üblich in kleinen Behältern am Bordstein gesammelt und jede Nacht von der städtischen Müllabfuhr entsorgt.

 

 

 

Es ist dir als Tourist ebenfalls erlaubt, deinen Müll in jenen Behältern im Vorbeigehen zu entsorgen. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als würde man seinen Müll sorg- und planlos in die Gegend werfen, schaut man sich jedoch um, wird man schnell merken, dass diese „Sammelstellen“ doch einem Muster folgen.

 

 

 

Schluss nun vom Müll und zurück zu meinem eigentlichen Anliegen.

 

 

 

Wer den Trubel und die Art der Vietnamesen zu leben, zu gehen, zu essen und zu feiern noch nicht verinnerlicht hat, könnte sich bei seinem ersten Besuch im Land, in diesem Teil der Stadt schnell überfordert fühlen und im schlimmsten Fall mit einem negativen Gefühl vor der „versteckten Schönheit“ des Ortes Reißaus nehmen, was schlichtweg schade wäre. Tatsächlich liegt gerade in diesem scheinbaren Chaos die Schönheit des Viertels. Da ich die Kultur schon einige Jahre bei lebendigem Leibe erleben durfte, waren mir diese „Zustände“ mehr als bekannt. Ich erinnere mich in diesen Momenten gern zurück an meinen ersten Besuch in Vietnam vor über 10 Jahren, als auch ich dieses Gefühl von „Wo bin ich denn hier gelandet?“ verspürte. Jene fragenden Gesichter fielen mir auf unseren Spaziergängen durch's Alte Viertel recht häufig auf. Ich für meinen Teil hatte diese Zweifel keine Sekunde lang als ich das erste Mal nun in Hanoi als Tourist die Straßen unsicher machte. Ganz im Gegenteil, heute liebe ich dieses Land und diese Kultur gerade für das was sie ist! Daher – nie zu schnell (ver-)urteilen und offen sein für Neues! Schließlich reist man nicht nach Asien, bzw. liest entsprechende Blogbeiträge, weil man sich übertrieben für das Paarungsverhalten von Damwild im Hambacher Forst interessiert. Als Autor dieser Zeilen, setzte ich das jetzt einfach mal voraus.

 


Zurück zur eigentlichen Sache.

 

 

 

Die vielen, verwundenen kleinen Gassen des Viertels sind stille Erzähler der Geschichte der Hauptstadt und leiten die Menschen zu Fuß, auf Rikschas oder auf Mopeds durch das Gewirr alter Kolonialbauten. Es ist heute eines der größten Einkaufszentren der Stadt und beherbergt neben unzähligen Hotels, Cafés und Restaurants, Läden des künstlerischen und handwerklichen Gewerbes. Hier spürt man den Puls der Stadt und des vietnamesischen Stadtlebens, mal mit 200 Schlägen pro Minute beim Überqueren der Straßen, mal mit absolutem Ruhepuls beim Tai Chi im Park oder zum Gebet in einem der vielen Tempelanlagen.

 

 

 

Bereits auf dem Weg aus der beschaulichen Provinz Thái Nguyên hinein in die Metropole wurde die zunehmende Enge und Quirlichkeit der Umgebung spürbar. Durch die Fenster des Taxis beobachtete ich die ständige Veränderung der Umgebung. Im Gürtelbereich der Stadt dominieren improvisiert wirkende Privatbauten von absurder Architektur neben hochmodernen Wolkenkratzern. Breite Straßen leiten den chaotischen Verkehr, gleich einer Hauptschlagader durch die Stadt. Ein Wunder, dass es hier noch nicht zu einem Verkehrsinfarkt gekommen ist, angesichts der unüberschaubaren Anzahl an Fahrzeugen. Irgendwie schaffen es die Vietnamesen den Fluss aufrecht zu erhalten, auch wenn die Fahrweise eher anmuten lässt, dass man es auf das Schlimmste abgesehen hätte. Es liegt wohl gerade in dieser flexiblen Art der Auslegung von Verkehrsregeln, dass es dann doch immer irgendwie voran geht. Für mich war diese Fahrweise bereits zur Normalität geworden, doch selbst mir viel auf, dass wir so langsam nicht mehr weiter kommen. PKW's gerieten zunehmend ins Hintertreffen. Die mehrspurige Fahrbahn wurde hier nun zur Einbahnstraße, kaum breiter als ein oder zwei PKW's. Man denkt sich nun – OK – ist ja eigentlich normal je weiter man in die Seitenstraßen vordringt. Suspekt an der Situation war jedoch, dass der Verkehrsstrom von der Hauptschlagader in ungedrosselter Art in die kleinen Arterien zu folgen schien. Soll heißen, der Verkehr wurde einfach nicht weniger. Stattdessen nahm der Verkehr auf der Straße an Fußgängern und Rollerpiloten Meter für Meter zu.

 

 

 

Wir näherten uns dem „Old Quarter“ in dem auch unser Hotel für die erste Nacht liegen sollte. Der Taxifahrer bereitete uns darauf vor, dass wir möglicherweise noch ein Stück laufen müssten, da Teile des Alten Viertels für den PKW Verkehr kaum mehr erreichbar oder gar gesperrt sind.

 

Wir hatten jedoch Glück und konnten unweit des Hotels halten und waren mit wenigen Schritten in der kleinen Lobby. Schnell eingecheckt und die Koffer auf dem Zimmer verstaut, machten wir uns zu Fuß auf Erkundungstour durch das Viertel.

 

 

 

Ein Traum für jeden kulinarisch Interessierten.

 


Da ich mein Herz zu diesem Zeitpunkt nicht nur an meine vietnamesische Frau sonder auch an das Land als solches verloren hatte, hegte ich längst keine Zurückhaltung oder gar Berührungsängste mehr gegenüber der örtlichen Gastronomie oder dem turbulenten Nachtleben. Mit der nach Außen hin und wieder fragwürdig wirkenden Darreichungsform und optischen Hygiene der Lokalitäten hatte ich mich längst abgefunden und sogar ein Stück weit angefreundet. Vieles wirkt doch sehr grobschlächtig, abgerissen und teils verkommen. Ich für meinen Teil kann jedoch sagen, dass ich an keinem Tag unserer dreiwöchigen Reise Probleme mit der Gesundheit auf Grund mangelnder Hygiene bekommen hatte. Man darf sich tatsächlich nicht von der Optik täuschen oder abschrecken lassen. Für mich macht gerade diese gelebte, improvisierte und hin und wieder leicht verruchte Welt (speziell im Nachtleben) den Charakter der Stadt und des Landes aus.

 

 

 

Ich denke der gemeine Tourist in Berlin besucht unsere Lieblingsdiscos, Kleinkunsttheater, Rock-Locations und Kneipen auch nicht auf Grund des hohen Hygienestandards!

 

 

 

Der Vietnamese ist eben von Grund auf optimistisch und versucht stets das Beste aus seiner Situation zu machen. Kuba-Reisende werden verstehen was ich meine. Hier regt sich ja auch niemand über verfallene Gebäudeteile auf. Es gehört einfach zum Kulturbild dazu, auch wenn sich dieses natürlich mit den Jahren mehr und mehr aufpoliert zeigt.

 

 

 

Wir, das heißt meine Frau, ihre kleine Schwester und ich ließen uns also von Laden zu Laden beköstigen, immer entlang der Straßen des „Old Quarters“. Dank meines Smartphones konnte ich unsere Position stets im Blick behalten, was angesichts der unübersichtlichen Situation und den vielen verwinkelten Gassen sehr hilfreich war.

 


Reise-Tipp und Life-Hack Nr. 2 - "Mobiles Internet? Auf jeden Fall!"

 

Kauft euch eine einheimische SIM-Karte, sollte es euch einmal nach Vietnam verschlagen.

 

 

Ihr werdet es nicht glauben, aber für umgerechnet gerade einmal 1,00 € haben wir uns je eine SIM Karte mit unbegrenztem Datenvolumen in einem kleinen Lädchen, gleich zu Beginn unserer Reise in Thái Nguyên, gekauft. Mag sein, dass diese ohne vietnamesische Familie im Schlepptau und abhängig vom Ort etwas teurer sein können. Mehr als 4-5 Euro solltet ihr dafür jedoch nie zahlen müssen. Wichtig für die Nutzung ist selbstverständlich ein Sim-lock-freies Handy, dann kann der Spaß auch schon losgehen.

 

 

 

Ihr findet SIM Karten von den 4 großen Anbietern Vietnams fast überall, in offiziellen Verkaufsstellen aber auch in vielen Läden entlang der Straßen. Hier hängen dann meist Schilder in den Fenstern mit den Namen der Anbieter...

 

 

  • Mobifone

  • Viettel

  • Vinaphone

  • Vietnamobile

 

die dir flächendeckend beste Qualität beim surfen und telefonieren bieten werden. Kaum die SIM Karte eingelegt, wird man wieder einmal in seiner Denkweise über unser technologisch ach so hoch entwickeltes Deutschland erschüttert. Freut man sich in Deutschland über maximale Surfgeschwindigkeiten, wenn man sich nicht weiter als 7 cm vom Modem entfernt aufhält, so überrascht das Netz in Vietnam mit hervorragender Leistung. Selbst in den entlegensten Orten inmitten von Bergen, war die Verbindung auch bei Videotelefonie hervorragend. Euch dürfte damit in vielerlei Hinsicht geholfen sein. Egal ob Navigation via Google Maps, spontane Übersetzungen oder Währungsumrechnung ... alles kein Problem.

 

 

 


An Wochenenden kommen noch einmal sehr viel mehr Vietnamesen aus den umliegenden Stadtteilen in das Viertel um sich mit Freunden auf einen Cocktail zu treffen, um in die Discos zu gehen oder um sich auf dem weitläufigen Mitternachtsmarkt umzusehen, der immer Freitags, Samstags und Sonntags ab 19 Uhr quer durch das Viertel angelegt wird. Trotz (oder gerade auf Grund) dieses großen Durcheinanders an Vietnamesen und Touristen, lauten und weniger lauten Geräuschen, angenehmen Düften aus den Küchen und unangenehmen Abgasen der vielen Mopeds führt die Gesamtrezeptur doch zu einem völlig neuen und süchtig machenden Gesamtaroma, welches einem fast zu fehlen scheint, sobald man wieder in bekannten Stadtverhältnissen verkehrt. Gesättigt von diesen vielen Eindrücken und einem finalen Zuckerrohsaft inmitten der vorbeiziehenden Menschen, begaben wir uns glücklich und erschöpft zurück auf unser Hotel um in unsere Kissen zu sinken.

 

 

 

Tag zwei sollte viele weitere Schönheiten für uns bereit halten. Bei einer der wenigen Gelegenheiten unser Frühstück im Hotel zu uns nehmen zu können ist uns jedoch erst einmal etwas negatives aufgefallen. Das Streetfoot in Hanoi und die hausgemachte Küche in der Provinz während der letzten Tage war übertrieben gut und kein Vergleich zur Küche der Hotels. Leider wird das Essen hier sehr stark an die Gewohnheiten der Touristen angepasst, so dass viel vom Geschmack und der Authentizität verloren geht. Für Vietnam-Quereinsteiger mag es vielleicht ein angenehmer Weg sein, sich mit Bratwürsten, Brutzelspeck, Spiegeleiern und Süßspeisen für den Tag zu stärken – die vietnamesische Küche lernt man hier jedoch nicht kennen!

 

 

 

Willst du authentische vietnamesische Küche erleben? Dann vorbei am Hotelbuffet und ab auf die Straße!

Nur wenige Schritte vor den Hotels spielt sich das wahre Leben und die landestypische Küche ab.

 

 

Interessanterweise scheinen sich die ansässigen Vietnamesen wenig um die umherlaufenden Touristen zu scheren. Hier wird fast ausschließlich gekocht, was der typische Vietnamese zum Frühstück, Mittag oder Abend essen mag. Türkischen Döner, italienische Pasta oder deutsche Würste sucht man im Old Quarter vergebens. Das Viertel hat sich seinen ursprünglichen Charakter und seine Identität bewahrt. Ganz gleich ob dies eine bewusste oder unbewusste Entscheidung der Einwohner ist, besteht für mich gerade hierin die Ursache der Beliebtheit des Viertels bei Touristen und Vietnamesen gleichermaßen. Viele Bewohner arbeiten im Viertel, schicken ihre Kinder hier zur Schule und … ganz klar, möchten hier essen. Und zwar so wie der Vietnamese es gewohnt ist, draußen, frisch zubereitet, günstig und auch morgens bereits heiß und deftig. Also keine Berührungsängste!

 

 

 

Nach dem also eher mittelmäßigen Frühstück, zog es uns hinaus ins Viertel. Bei Tageslicht zeigt sich dieser alte Teil Hanoi's von einer ganz anderen Seite. Glichen die Straßen bei Nacht doch eher einer Vergnügungsmeile, legte sich bei Tag ein sanfter Schleier aus Entspannung und Umtriebigkeit über die Stadt. Trotz anhaltend starkem Verkehr, einer Vielzahl an Touristen und verkaufswilliger Händler in den Straßen, kam kein Gefühl von Hektik auf. Wir fühlten uns vielmehr im Fluss mit dem lebendigen Puls der Stadt und genossen das Treiben vor unseren Augen. Ruhepausen verschafft man sich ganz automatisch beim Einkehren in die vielen Lädchen und Cafés. Schemenhaft lässt sich ein Muster inmitten der Straßenpläne erkennen. Themenbezogene Läden wie Festausstatter von Hochzeits- oder Trauerfeiern, Süßwarenhändler oder Kleidungsgeschäfte für besondere Trachtenmode sammeln sich merklich in eigenen Straßenzügen. Dazwischen findet man Geschäfte die wunderschöne Handarbeiten und Kunst zum Verkauf feilbieten. Es gibt vieles zu entdecken.

 

 

 

Die Stille inmitten des Herzens der Stadt hätte kaum lauter sein können. Man muss wissen, dass das Alte Viertel keine sonderlich große Fläche der Innenstadt Hanoi's ausmacht. In einem oder maximal zwei Tagen hat man die Dimension zu Fuß ganz gut verinnerlicht. Es ist vielmehr die große Vielfalt an Möglichkeiten, die die Touristen so komprimiert an Ort und Stelle zu halten scheint. Für Anwohner gibt es offenkundig keinen Grund ihr Viertel zu verlassen.

 

Wir erreichten nach einigen Querstraßen, ca 10 Gehminuten abseits des Hotels, bereits das südliche Ende des Alten Viertels. Auf Höhe des Dong Kinh Nghia Thuc Platzes entließen uns die Gassen in eine suburbane Parkanlage in der sich der wunderschöne Hoan-Kiem-See (Hồ Hoàn Kiếm) erstreckte. Inmitten des Sees befindet sich der Đền Ngọc Sơn Schrein inmitten einer der wenigen gebührenpflichtigen Tempelanlagen, die den Eintritt von umgerechnet ca. 1,50 € allemal wert ist. Ein begehrtes Fotomotiv ist bereits die markant rot beplankte Holzbrücke, die den Zugang zur Anlage gewährt und bereits von Weitem die Blicke auf sich zieht. Entlang des Ufers erlebt man ein buntes Potpourri aus fliegenden Händlern, ruhenden Spaziergängern, Tai-Chi-praktizierenden älteren Herrschaften und neugierigen Tempelbesuchern aus aller Welt. Angesichts der Schönheit dieser Umgebung entschloss sich meine Frau uns mit etwas Obst zu versorgen um zunächst im Park zu verweilen. Schnell war eine Portion ungereifte Mango gekauft, die in Vietnam offenbar sehr gern kombiniert mit einem Chili-Salz-Dip gegessen wird. Nicht ganz mein Geschmack aber man sollte es einmal probiert haben.

 

 

 

Anschließend kamen wir nicht umhin den Tempel zu besuchen und für unsere Familie, Gesundheit und Glück im Leben zu beten. Ich verfolge die Prozession selbst immer gespannt und beobachte interessiert die umstehenden Menschen bei Ihrem Gang zum Gebetsraum. Ein inspirierender und spiritueller Moment der auch mich oft in seinen Bann zieht. Ich lasse es mir dann nicht nehmen ebenfalls in mich zu gehen um mir die guten Dinge die unser Leben so bereichern bewusst zu machen.

 


Nicht gerade ein Life-Hack aber dennoch gut zu wissen:

 

 

 

Als Konfessionsloser befinde ich mich – statistisch betrachtet - auch inmitten der Tempelanlagen und zwischen den vielen betenden Vietnamesen in guter Gesellschaft. Angesichts der enormen Dichte an Tempeln, Schreinen und Altaren im privaten und öffentlichen Raum Vietnams, ist es doch eine große Überraschung, dass sich nur sehr wenige Vietnamesen zu einem bestimmten Glauben bekennen. Ganze 80% der Bevölkerung sind Atheisten. Daneben beläuft sich die Zahl der Buddhisten auf etwas über 20 Mio. und die der Katholiken auf 6 Mio. Im Religionsverständnis der Vietnamesen gibt es keine strikte Trennung verschiedener Konfessionen. Die Religiosität ist zumeist eine historisch gewachsene Mischung mit vielen Zutaten unterschiedlicher religiöser Ursprünge. Es ist vielmehr die Alltagsreligiosität, der konfuzianische Gedanke und der Glaube an Karma, Ahnenkultur und deren Geister, die wir weitestgehend als gelebte Religion in Vietnam wahrnehmen Daher ist es auch für konfessionslose Vietnamesen nicht unüblich, regelmäßig buddhistische Pagoden zu besuchen um ihren Ahnen zu gedenken.

 


Weitere Informationen rund um das Verhalten in Tempelanlagen habe wir bereits in KAPITEL 2 aufgeführt, so dass wir diese inhaltlich jetzt stark gerafft betrachten.

 

 

 

Neben dem großen Gebetsraum bietet die Tempelanlage rund um den Đền Ngọc Sơn Schrein eine wunderschöne Pflanzenwelt und einen für die Vietnamesen wichtigen Schatz. Dazu sollte man wissen, dass die Geschichte Vietnams von vielen Konflikten zwischen China und Vietnam erzählt. Der Legende nach wurde am Ende einer jenen Auseinandersetzungen im 15. Jahrhundert dem damaligen Herrscher Le Loi (auch bekannt als Le Thai To) von einer goldenen Schildkröte im See ein magisches Schwert übergeben. Mit diesem Schwert konnte der Herrscher die chinesische Armee besiegen und so die Unabhängigkeit Vietnams sichern. Als wieder Frieden in das Land eingekehrt war, ruderte der Herrscher eines Tages auf dem See, der damals noch Luc Thuy genannt wurde. Plötzlich erschien eine riesige Schildkröte neben dem Schiff. Der Herrscher zeigte mit seinem Schwert auf die Schildkröte worauf hin sich diese mit ihrem Mund das magische Schwert schnappte und es verschluckte. Der Herrscher war untröstlich darüber und beklagte den Verlust. Er soll angeordnet haben, dass das Wasser aus dem See gelassen wird, aber selbst danach wurden weder die Schildkröte noch das Schwert gefunden. Daraufhin interpretierte der Herrscher den Vorfall so, dass der Himmel ihm das Schwert zwar geliehen habe um sein Land zu schützen, dass das magische Schwert nach Vollendung seiner Aufgabe aber wieder in den Himmel zurückkehren musste.

 

Deshalb also der Name Ho Hoan Kiem, auf deutsch See des Zurückgegebenen (bzw. Zurückgekehrten ) Schwertes. In einem der Räume der Tempelanlage findet man heute eine präparierte Riesenweichschildkröte aus dem Jahre 1968, die 2.10 m lang und 250 kg schwer ist und aus dem See stammen soll. Auf uns wirkte die Schildkröte nicht wirklich echt, aber da können wir uns auch getäuscht haben. Die Hauptsache ist ja, dass die Vietnamesen daran glauben.

 

 

 

Nach dem wir den Tempel wieder verlassen hatten, schlenderten wir in aller Ruhe einmal rund um den See. Diese Zeit sollte man sich immer nehmen. Ständig von einer Attraktion zur nächsten zu hetzen, ist nicht gerade das, was wir uns unter Urlaub vorstellen. Auch wenn die zahlreichen Möglichkeiten verlocken. Bei den meisten Spaziergängen entdeckten wir ohnehin immer wieder Dinge, die unsere Aufmerksamkeit erregten. So entdeckten wir unter Anderem auf halber Höhe des Sees, entlang des Westufers, das „Lotus Wasserpuppen-Theater“. Diesen Spaß ließen wir uns natürlich nicht nehmen und besuchten noch am nächsten Tag die Abendvorstellung. Auch für Kurzentschlossene waren hier immer noch Tickets zu erstehen, wenn auch nur in den höheren Rängen in denen die Sicht auf das Bühnenbild nicht gerade optimal ist. Abgesehen davon, war es aber eine einmalig schöne Erfahrung, die ich durchaus auch in den weniger guten Plätzen empfehlen kann. In dem ca. 50-minütigem Stück traditionell vietnamesischer Kultur wird in 12 Akten auf die wichtigsten Kultur-bestimmenden Themen wie das Leben der Fischer und Bauern, die vier heiligen Tierwesen sowie die Fabel um die Rettung des heiligen Schwertes von Le Loi durch besagte im Hoan-Kiem-See lebende Schildkröte. Begleitet wird das Schauspiel zu Wasser durch ein kleines Orchester nebst Sängerin zu beiden Seiten der Bühne. Das Spiel der traditionellen Instrumente und der authentische Gesang auf das Schauspiel ließen uns für eine kurze Weile in die alte Zeit der Landeskultur abtauchen.

 

 

Neben den Sehenswürdigkeiten im „Alten Viertel“ hat Hanoi natürlich noch einiges mehr zu bieten. Das wir keines der offensichtlichen und versteckten Highlights verpassen, war ein großes Anliegen von Huyen. Huyen ist eine herzallerliebste junge Vietnamesin, geboren in Vietnam und zum Studium vom Land in die Hauptstadt gezogen. Wie es der Zufall wollte, hatten wir uns bereits im Jahr 2014 in Deutschland kennen und (rein platonisch natürlich) lieben gelernt. Eine so aufgeschlossene, neugierige und stets lustige Person trifft man nicht alle Tage. Meine Frau und ich zeigten Huyen damals „unser Magdeburg“ und nahmen sie in unseren engeren Familien- und Freundeskreis auf. Im Gegenzug dazu wollte sie es sich nun nicht nehmen lassen, uns „ihr Hanoi“ vorzustellen. Trotz harter Arbeit und vieler Termine nahm sie sich dankenswerter Weise die Zeit uns an Orte zu entführen, die dem normalen Touristen verborgen geblieben wären.

 

 

 

Es folgen nun also einige WIRKLICH rare Tipps dazu, wo man abseits der Touristenpfade in Hanoi noch auf wahre Schätze der Kultur, Kulinarik und Architektur trifft!

 

 

 

Eine der mit am höchsten gelegenen Sehenswürdigkeit besuchte ich zunächst mit Huyen allein. Während sich Hang Nga und ihre Schwester Van Anh im Beauty-Salon verwöhnen ließen, nahm mich Huyen auf ihrem Roller mit in den Norden der Stadt. Es war mir ein Rätsel wie diese kleine Person von vielleicht 45 Kg diesen Roller und mich noch dazu so elegant und entspannt durch den verrückten Verkehr zirkelte.

 

 

 

Ich komme nicht umhin mir an dieser Stelle beim Verfassen dieser Zeilen vorzustellen, wie sich ein etwas überdimensionierter Deutscher wie mein lieber Basketballgenosse Nico (Gruß an dieser Stelle!) auf dem Rücksitz in dieser Lage angestellt hätte. Das „leichte“ Übergewicht und die ordentlichen Körpergröße hätten die Fahrt wohl eher zu einer Farce gemacht. - Sorry Nico :)

 

 

 

Unser Ziel war das Tay Ho Viertel entlang des Tay-Ho-Sees (Westsee), dem mit 17 Kilometer Uferlänge größten See der Stadt. Die Gegend wurde zunehmend vornehm, gezeichnet von Villen, Spa-Hotels und großzügigen Gärten. Huyen steuerte uns in die Tiefgarage des „6 Degrees“ Hotel. Mit seiner Höhe reihte es sich definitiv in ein Band der höchsten Gebäude der Stadt ein. Beeindruckend! Doch mit der Fahrt im gläsernen Fahrstuhl, hinauf in die Roof-Top-Bar des Hotels wurde es zunehmend umwerfender. Eine solch geschmackvoll gestaltete Bar mit diesem unglaublichen 360° Ausblick über die gesamte Stadt hatte ich nicht erwartet.

 

 

 

Wieder einer dieser Momente, die ich zuvor angesprochen hatte, in denen jedes Vorurteil über ein unterentwickeltes Vietnam sprichwörtlich wie von der Terasse einer Bar im 30. Stockwerk geweht schien. Ich lasse an dieser Stelle einfach die Bilder für mich sprechen.

 

Nachdem wir uns beide je einen Cocktail gönnten, machten wir uns auf den Weg zurück zu Hoa, einer sehr guten Schulfreundin meiner Frau, bei der wir schließlich Hang Nga und Van Anh wiedertrafen. Nachdem ich von den Erlebnissen im 6-Degrees-Tower berichtete, war ein zweiter Besuch am nächsten Tag Pflicht.

 

 

 

Bereits am nächsten Abend hielt die liebe Huyen das nächste Highlight für uns bereit. Gemeinsam mit Hoa, ihrem Ehemann und ihrer Tochter, Van Anh, Hang Nga und mir fuhren wir mit dem Taxi erneut in den nördlichen Teil der Stadt um ein ganz besonderes Abendessen einzunehmen. Wir hielten in einer recht unscheinbaren Seitenstraße. In beide Richtungen waren lediglich einige Wohnhäuser und parkende Autos unter schwachem Laternenlicht zu erahnen. Weit und breit nichts das auf ein Restaurant hinzuweisen schien. Huyen steuerte nun zielstrebig auf eine ebenso unauffällige wie scheinbar unbedeutende Holztür zu.

 

 

 

Als sich diese vor unseren Augen öffnete wollten wir unseren Augen nicht trauen. Der Weg ins Paradies führt also durch Hanoi!

 

 

 

Hinter diesem Bretterverschlag eröffnete sich uns tatsächlich eine asiatische Version des Garten Eden. Eine Treppe führte von der Straße hinab in einen traumhaften Garten, gesäumt von hunderten Lichtern, unzähligen Pflanzen und einem Teich von dem aus die Koi-Karpfen unseren Weg hinein in die Gasträume neugierig beäugten. Dieses Restaurant hatte meine volle Aufmerksamkeit vereinnahmt. Schlagartig war die gesellige Runde für mich ausgeblendet. Ich mag vielleicht etwas übertreiben, aber gefühlt hatte ich meinen Sitzplatz am Tisch erst eine Stunde nach Eintreffen eingenommen. Bis dahin war ich mit dem Festhalten der Szene mittels Kamera voll und ganz ausgelastet. Hang Nga musste mich erst zum Tisch holen, damit die Gruppe endlich bestellen konnte. Das Essen sowie der Wein waren hervorragend. Schade, dass es wohl wenigen Vietnamesen vergönnt ist, derartige Restaurants aufsuchen zu können. Der Preis rangierte auf europäischem Maß, was für vietnamesische Verhältnisse recht teuer ist. In diesem Restaurant, welches Platz für mindestens 100 Gäste bereit hielt, waren wir, abgesehen von einer kleinen Gruppe von Geschäftsleuten gänzlich allein mit dem Personal. Dieses erfüllte uns jeden Wunsch und brachte eine Leckerei nach der anderen an unseren Tisch. Absolut top und ich denke, sogar für ortskundige Vietnamesen immer noch ein Geheimtipp.

 

Wer sich überzeugen mag, das Glück liegt im Restaurant „The Forest“, Adresse: 259 Âu Cơ, Quảng An, Tây Hồ, Hà Nội ! Alle anderen dürfen sich an den folgenden Bildern, sowie dem Zusammenschnitt im Video oben satt sehen.

 

Den Abend beschlossen wir mit einer wohltuenden Ganzkörpermassage direkt in unserem Hotel. Für etwas über 15,00 Euro ließen die kräftigen Hände der zierlichen Damen jede Verspannung verschwinden. Wer hier noch etwas sparen möchte, sollte sich besser ein freies Massagestudio suchen. Die in Hotels integrierten Studios sind häufig recht teuer und weniger versiert.

 

Um die kulinarischen Höhepunkte in diesem Kapitel nun abzurunden noch ein dritter Hotspot, den Hang Nga und ich ganz für uns entdeckten. Um auch einmal etwas Zeit für uns zu haben, machten wir uns am nächsten Tag erneut zu Fuß auf den Weg durch das alte Viertel, in dem wir immer noch logierten. Auf unserem Spaziergang entdeckten wir ein recht nobel anmutendes Restaurant. Das „Ngo Dining“ befindet sich in der Straße „Nhà Chung“ Nr. 15, in zweiter Reihe parallel verlaufend zur westlichen Uferpromenade des Hoan-Kiem-Sees. Eines der wenigen Restaurants bei denen man bereits beim Betreten merkt, dass hier etwas Besonderes geboten wird. Die Servicekräfte waren etwas harsch und arrogant, aber das gehörte hier vielleicht einfach mit dazu. Schließlich bewegten wir uns hier wieder einmal im höheren Preissegment. Spezialität des Hauses sind die von meiner Frau so geliebten „Dim Sum“, kleine gedämpfte Teigtaschen mit unterschiedlichsten Füllungen und Darreichungsformen. Alles extrem lecker, sowohl für den Gaumen als auch das Auge. Lediglich das Dessert, eine süße und pink eingefärbte Variation von Hefeteig-Dim-Sum, war auf Grund übertriebener Zuckermengen leider knapp vor ungenießbar.

 

Während unseres Aufenthaltes in Hanoi wurde jedoch nicht immer nur geschlemmt. Selbstverständlich hat das Alte Viertel, als auch der Rest der Stadt viel an Kultur und Geschichte zu bieten. So verschlug es uns unter anderem in das Regierungsvietel Hanois, am Südende des Tay Ho Sees. Hier beobachteten wir – etwas amüsiert – die extrem pedantische Militärwache rund um das Mausoleum des vietnamesischen Revolutionsführers Ho Chi Minh. An das weitläufige Exerziergelände schließt sich ein wunderschöner Park mit einer seltenen Tempelform an.

 

Eine sogenannte „Einbaumpagode“ zieht hier zahlreiche Touristen in den Park, die sich neben dieser Tempelminiatur, gebaut auf einem einzelnen Stamm, zum Fotomotiv drapierten. Diese Pagode ist eine der ältesten in Hanoi und auf Grund ihrer außergewöhnlichen Bauweise ein Wahrzeichen der Stadt. Im Jahr 1049 von König Lý Thái Tông als 3 Meter langer Holztempel auf einem Baumstamm erbaut, steht die Pagode heute auf einem Betonsockel, der aus dem künstlich angelegten See ragt.

 

In unmittelbarer Umgebung des Parks und des Mausoleums findet man weitere Sehenswürdigkeiten wie den Präsidentenpalast, ein wunderschön erhaltener Palast aus Kolonialzeiten oder den ehemaligen Amtssitz Ho Chi Minh's mit zahlreichen Artefakten und Einblicken aus dem Leben und Wirken des geliebten Revoluzzers. Fußläufig sind es auch nur wenige Schritte zum Tay-Ho-See, um dessen Ufer es sich wunderbar wandeln und die Zeit vergessen lässt.

Uns zog es jedoch schlussendlich noch in einen sehr zu empfehlenden Anlagenkomplex im Westen der Altstadt Hanoi's, dem „Literaturtempel“. Der Begriff Literaturtempel bezeichnet weder einen Tempel, noch diente die Anlage je religiösen Zwecken. 1070 vom dritten Kaiser der Lý-Dynastie Thánh Tông erbaut, stellt die Anlage bis heute zwar das Hauptheiligtum Vietnams dar, gleichwohl handelte es sich von Anbeginn um die erste Akademie des Landes, in der zwischen 1076 und 1915 die Söhne der Mandarine und verschiedene Hochbegabte der bürgerlichen Aristokratie unterrichtet wurden. Eine willkommene Oase der Ruhe inmitten der hektischen Stadt, die für uns den Abschied von Hanoi einläutete. Bereits am nächsten Morgen sollte es für uns auf zu neuen Abenteuern gehen.

 

Soviel vorweg – wir verlassen das Festland und steuern die sonnige Mitte Vietnams an.


Das Video zum Reise-Blog "Vietnam"

Nicht verpassen! Zu unseren Erzählungen liefern wir euch jetzt auch exklusives Videomaterial um euch zu den gedanklichen Bildern aus unseren Texten auch die Realität präsentieren zu können. Viel Spaß!



Im Wesentlichen verfasse ich diese Zeilen um mir selbst in einigen Jahren die Erinnerung an diese besonderen Tage zurückzuholen. Wenn es aber auch bei Ihnen auf Zuspruch trifft, würde ich mich über Fragen, Anregungen und regen Gedankenaustausch in den Kommentaren sehr freuen.



AUSBLICK

Im letzten Kapitel unserer Vietnam-Reise bewegen wir uns nun südwärts. Wir verlassen das Festland und besuchen schwimmende Dörfer in Ha Long, den weltgrößten Buddha in Da Nang und Hoi An, die Stadt der 1 Million Laternen. Es wird nass, bunt und wie immer lecker! Freut euch auf Kapitel 5.



RÜCKBLICK

Neu dabei? Dann empfehle ich dir vorab Kapitel 1 bis 3 zu lesen um vollständig in unsere gelebte Geschichte einzutauchen.

Kapitel 1

Prolog & Anreise in Thay Nguyen

Kapitel 2

Thái Nguyên & Vĩnh Phúc

 

Kapitel 3

Hochzeit auf dem Land


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